Was ist Clickbait?

 

Das Wort Clickbaiting steht für eine Methode, bei der Menschen online dazu gebracht werden, bestimmte Inhalte aufzurufen. Durch besondere Überschriften oder andere gestalterische Elemente werden sie animiert, sich einen Beitrag anzuschauen. Wörtlich übersetzt bedeutet das englische Wort Clickbait „Klickköder“. Gerade die klassischen Medien, wie Radio und Fernsehen, betrachten Clickbaiting kritisch. Viele Bespiele von erfolgreichen Geschäftsmodellen mit Clickbait zeigen aber, wie sinnvoll die Methode im Marketing sein kann. Hauptsächlich nutzen Marketingfirmen sie dazu, um ihre Beiträge zu verbreiten oder um für Kaufanreize zu sorgen.

 

Was sind die Ziele und Elemente von Clickbait?

Durch die Verwendung von reißerischen Überschriften werden beim Nutzer Emotionen geweckt. Besonders häufig geschieht das auch durch kleine Vorschaubilder, sogenannte Thumbnails, welche einen visuellen Reiz erzeugen. Der Köder soll dazu animieren, nicht mehr gründlich nachzudenken und sofort auf den Artikel zu klicken. Besonders in den sozialen Medien Facebook und YouTube kommt es vor, dass Unternehmen oder Produzenten Clickbaits in ihre Thumbnails integrieren.

Dadurch, dass beim Nutzer durch Clickbaiting sein Wissensdurst nicht befriedigt wird, sucht er im Inhalt nach der passenden Antwort. Die Methode nutzt die natürliche Neugierde des Menschen aus. Unter anderem dadurch sind Clickbait-Strategien so erfolgreich. Wenn Menschen merken, dass sie eine Wissenslücke haben, ist ihnen das oft unangenehm. Genau hier setzt Clickbait durch das Versprechen einer Befriedigung des Wissens an.

 

Was ist der Unterschied von Clickbaiting und Cliffhangern?

Ein typisches Beispiel für einen Cliffhanger ist, wenn in einem Film Spannung aufgebaut wird. Der Zuschauer erwartet, dass es gleich zum Höhepunkt der Story kommt. Doch dann bricht das Bild ab und der Bildschirm wird schwarz. Der Zuschauer muss sich in Geduld üben, da es erst nach einer Werbepause oder in der nächsten Folge mit der Story weitergeht. Nach der Geduldsübung erfährt der Zuschauer, wie die Story weitergeht.

Im Unterschied zum Cliffhanger wird bei einem Clickbait der Wissensdurst der Nutzer in der Regel nicht befriedigt. Der Internetuser erhält keine oder nur wenige seiner gesuchten Antworten. Genau aus diesem Grund steht die Methode immer wieder in der Kritik. Aus psychologischen Studien geht hervor, dass dieses „Hingehalten werden“ vom Menschen oft als Mangel oder Belastung empfunden wird. Google hat im Jahr 2020 seine Werberichtlinien verschärft und den Einsatz von Clickbait verboten.

 

Clickbait in der Kritik

Klassische Medienhäuser und der Rundfunk distanzieren sich vor dieser Strategie. Diese nennen als Grund für ihre Kritik, dass die Nutzer in die Irre geführt werden. Nach dem Anschauen des Inhaltes erhalten die User keinen Mehrwert und ihre Wissenslücke wurde mit nichts, außer „Luft“, gefüllt. Einer verbreiteten Ansicht nach gewöhnen sich die Menschen so an Fake-News.

Die Justiz betrachtet den Einsatz von Klickködern ebenfalls kritisch. Es gab schon Fälle, bei denen Gerichte wegen Clickbaiting Geldstrafen ausgesprochen haben. Bei diesen Fällen war der Grund für die Strafe, dass ein Teaser kostenlos das Thema anreißt. Allerdings mussten die Menschen zum Anschauen des gesamten Contents Geld bezahlen.

In einem anderen Fall wurden bei einem Quiz Bilder von Prominenten eingesetzt. Auch hier kam es zu einer Geldstrafe. Hinter der Clickbait-Werbung sollte sich etwas Nützliches verbergen, so die Ansicht vieler Medienanstalten. In der klassischen Werbung werden auch gewisse Emotionen bei den Zuschauern geweckt. Diese werden aber zumindest teilweise befriedigt. Durch das Clickbaiting werden die Menschen häufig enttäuscht. Dies führt dazu, dass Marketing-Agenturen diese Methode häufig nur sehr gezielt einsetzen können.

 

Beispiele für häufige Clickbaits

Die Muster für einen Klickköder sind fast immer identisch. Daher lässt dieser sich leicht erkennen. Die Elemente zielen schließlich alle auf dasselbe Ziel ab: Sie wollen eine emotionale Reaktion beim User hervorrufen. Typische Beispiele für Clickbait sind:

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Damit der Content von Videos noch besser verbreitet wird, kommt es häufig dazu, dass in dem Thumbnail freizügige Bilder vorkommen. Dadurch generieren die Videos mehr Klicks und werden bei Google besser gelistet.

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